FIV
Aus Katzen Lexikon
FIV ist die Abkürzung für Felines Immundefizienz-Virus . Er stammt aus der Gattung der Lentiviren. Je nach Protein in der Virushülle werden 5 Unterarten (A-E). Am häufigsten kommen der Typ A (auch nordeuropäische Typ) und Typ B (südeuropäische Typ) vor. Die Übertragung erfolgt über Bisse, Geburt (auch schon im Mutterleib auf den Feten),die Muttermilch,das Blut und über Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit, sowie beim Paarungsakt. Die Übertragung über den Speichel bleibt umstritten. Die Erkrankung trifft ca. 3-8 % der Population. Hauptrisikoträger sind Freigängerkater, die ein ausgeprägtes Revierverhalten an den Tag legen und häufig in Kämpfe verstrickt sind. Betroffen sind alle Altersgruppen. Klinisch tritt das Krankheitsbild aber häufig erst nach dem 5. Lebensjahr in Erscheinung. Wohnungskatzen sind sehr selten betroffen.
Katzen, die diesen Erreger in sich tragen, tragen ihn bis zum Lebensende und können auch jederzeit andere Tiere anstecken.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Symptome
Fieber, Abnahme der weißen Blutkörperchen (Leukozyten im BB) und Schwellung der Lymphknoten. Dazu kommen schlechtes Fell, chronische Entzündungen (häufig ZFE und Bindehautentzündung), Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme, Verhaltensstörungen (aufgrund von Veränderungen im Gehirn) und Durchfall.
[Bearbeiten] Verlauf
Da die Immunabwehr stark geschwächt ist, kommt es zu Sekundärerkrankungen, die dann meist zum Tode führen.
[Bearbeiten] Diagnose
Die Diagnose sollte über den Western Blot oder Immunfloureszenztest gemacht werden. Der ELISA (Enzyme Linked Immunosorbent Assay)- Test ist häufig falsch positiv und deswegen nicht aussagekräftig !!!
[Bearbeiten] Therapie
Leider gibt es keine Therapie.
[Bearbeiten] Prognose
Ein FIV erkranktes Tier kann durchaus noch viele Jahre symptomfrei leben.
Die Tiere sollen nur in sozial stabilen Gruppen leben, in denen keine Kämpfe zu erwarten sind, um so die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Unkontrollierter Freigang ist unter diesen Umständen nicht möglich. Man sollte darauf achten, dass das Tier stressfrei gehalten wird. Das ist das A und O.
